Sexual Violence in History: A Bibliography

compiled by Stefan Blaschke

Contact

+ Contact Form


Search

+ Search Form


Introduction

+ Aims & Scope

+ Structure

+ History


Announcements

+ Updates

+ Calls for Papers

+ New Lectures

+ New Publications


Alphabetical Index

+ Author Index

+ Speaker Index


Chronological Index

+ Ancient History

+ Medieval History

+ Modern History


Geographical Index

+ African History

+ American History

+ Asian History

+ European History

+ Oceanian History


Topical Index

+ Prosecution

+ Cases

+ Types

+ Offenders

+ Victims

+ Society

+ Research

+ Representations


Resources

+ Institutions

+ Literature Search

+ Research

Start: Alphabetical Index: Author Index: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Unknown

First published: November 1, 2026 - Last updated: November 1, 2026

TITLE INFORMATION

Author: Sophie Glawe

Title: Sexualisierte Gewalt im Film als kulturelle, strukturelle und symbolische Gewalt verstehen

Subtitle: Feministische Perspektiven auf Inszenierungen, Diskurse und Bedeutungsangebote im deutschen Förderfilm

Translation: Understanding Sexualized Violence in Film as Cultural, Structural, and Symbolic Violence: Feminist Perspectives on Representations, Discourses, and Constructions of Meaning in German State-Funded Cinema

Place: Potsdam-Babelsberg

Publisher: Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF

Year: 2026

Pages: 91pp.

Series: Schnittstellen. Eine Schriftenreihe des Studiengangs Medienwissenschaft 1 (Interfaces. A publication Series from the Media Studies program 1)

ISBN-13: -

Language: German

Keywords: Modern History: 21st Century | European History: German History | Representations: Films / Das Experiment, Der freie Wille, Lore



FULL TEXT

Link: Publikationsserver (OPUS) der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF(Publication Server (OPUS) of the Film University Babelsberg KONRAD WOLF) (Free Access)



ADDITIONAL INFORMATION

Author: Sophie Glawe, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF (Film University Babelsberg KONRAD WOLF)

Contents:
  Abkürzungsverzeichnis (p. 8)
  I. Vorspann (p. 9)
  II. Selbstreflexion und Einordnung (p. 12)
  III. Über das Vorhaben und Vorgehen (p. 12)
  IV. Disclaimer: Forschungsgegenstand, -sprache und -ökonomie (p. 13)
  1 Forschungsperspektive (p. 15)
    1.1 Forschungsansatz: Cultural Studies (p. 15)
    1.2 Forschungsbrille: Geschlecht und Feminismus (p. 15)
    1.3 Forschungsbegrife (p. 17)
    1.4 Methodologie: Kritische Diskursanalyse und Dekonstruktion (p. 18)
      1.4.1 Dekonstruktivismus (p. 19)
      1.4.2 Kritische Diskursanalyse (p. 19)
  2 Gewaltbegriffe und -Konzepte (p. 21)
    2.1 Vorgriff: Der breite Gewaltbegrif nach Imbusch 21)
    2.2 Mediale Gewalt & Filmgewalt (p. 22)
    2.3 Strukturelle und kulturelle Gewalt (p. 24)
    2.4 Zwischenfazit: Strukturelle und kulturelle Gewalt und Film (p. 25)
    2.5 Symbolische Gewalt (p. 25)
  3 Sexualisierte Gewalt im Kontext feministischer Gewaltdiskussion (p. 28)
    3.1 Vorüberlegungen (p. 29)
    3.2 Vom Tabu zur Skandalisierung oder „Das Private ist Politisch!“ (p. 29)
      3.2.1 Private Gewalt und Vergewaltigungen sind politisch (p. 30)
      3.2.2 Auf Patriarchatskritik... (p. 30)
      3.2.3 ... folgen praktische Maßnahmen (p. 31)
      3.2.4 Resümee erste Phase (p. 31)
    3.3 Von Männergewalt zu geschlechtsbezogener Gewalt 32)
      3.3.1 Eheliche Vergewaltigung als Straftat (p. 32)
      3.3.2 Aufspaltung – Radikale vs. integrative Positionen (p. 33)
      3.3.3 Täter/Subjekt-Opfer/Objekt-Dichotomie und Viktimisierung (p. 33)
      3.3.4 Neue Begriffe für alte Probleme (p. 34)
      3.3.5 Weibliche Verletzungsoffenheit vs. männliche Verletzungsmächtigkeit (p. 35)
      3.3.6 Erste Erhebungen und Erklärungsansätze (p. 35)
      3.3.7 Resümee zweite Phase (p. 36)
    3.4 Von Gewalt im Geschlechterverhältnis zu Intersektionalität (p. 36)
      3.4.1 Istanbul-Konvention (p. 37)
      3.4.2 „Nein heißt Nein“ (p. 37)
      3.4.3 Intersektionalität (p. 37)
      3.4.4 Definitionen Sexualisierter Gewalt (p. 38)
      3.4.5 Täter-Opfer-Diskurs revisited (p. 39)
      3.4.6 Prävention und Intervention: das rape script und Vergewaltigungsmythen (p. 40)
      3.4.7 Resümee dritte Phase (p. 42)
    3.5 Zwischenfazit I (p. 42)
  4 Sexualisierte Gewalt im Kontext feministischer Medienwissenschaft (p. 44)
    4.1 Feministische Kritik I: Frauen und Film (p. 45)
    4.2 Der Funktionalitätsdiskurs: Vergewaltigung im Film als Standardsituation (p. 47)
    4.3 Feministische Kritik II: Koch und die Unumkehrbarkeit der Bilder (p. 49)
    4.4 Feministische Kritik III nach #MeToo (p. 49)
    4.5 Medieninhaltsanalysen und Stereotypenforschung im weiteren Überblick (p. 51)
    4.6 Zwischenfazit II (p. 52)
  5 Analyse (p. 54)
    5.1 Vorgriff: Staatlich-institutionelle Filmförderung in Deutschland (p. 54)
      5.1.1 Kulturelle vs. wirtschaftliche Filmförderung (p. 55)
      5.1.2 Kritik am Fördersystem (p. 56)
    5.2 Stichprobe und Filmauswahl (p. 57)
    5.3 Methode: Die struktur-funktionale Filmanalyse (p. 58)
    5.4 Sexualisierte Gewalt als dramaturgischer Efekt in DAS EXPERIMENT (p. 59)
      5.4.1 Außertextliche Informationen (p. 59)
      5.4.2 Die Filmhandlung (p. 59)
      5.4.3 Dargestellte Gewaltarten (p. 60)
      5.4.4 Sexistischer Humor und Objektifizierung (p. 60)
      5.4.5 Gestalterische Auffälligkeiten (p. 62)
      5.4.6 Resümee und Schlussbemerkung (p. 63)
    5.5 Der Täter als Opfer im Fokus in DER FREIE WILLE (p. 63)
      5.5.1 Außertextliche Informationen (p. 63)
      5.5.2 Die Filmhandlung (p. 64)
      5.5.3 Der Täter im Fokus (p. 65)
      5.5.4 Täter-Opfer-Umkehr (p. 66)
      5.5.5 Opfer-Täter-Umkehr (p. 67)
      5.5.6 Resümee und Schlussbemerkung (p. 67)
    5.6 Authentifizierung im Kriegsfilm in LORE (p. 69)
      5.6.1 Außertextliche Informationen (p. 69)
      5.6.2 Die Filmhandlung (p. 69)
      5.6.3 Authentizität im Kriegsfilm-Genre (p. 69)
      5.6.4 Private Gewalt in der Ehe (p. 70)
      5.6.5 Bedrohung in der Unordnung der „Stunde Null“ (p. 71)
      5.6.6 Figurenentwicklung: Wenn aus Gewalt Liebe oder Nähe wird (p. 71)
      5.6.7 Der verletzungsoffene Frauenkörper als Bildmotiv (p. 72)
    5.7 Schlussbemerkung (p. 73)
    5.8 Zwischenfazit III und Reflexion (p. 73)
  6 Fazit und Ausblick (p. 76)
  Literatur- und Quellenverzeichnis (p. 79)
  Filmverzeichnis (p. 90)

Description: »Im Oktober 2017 erlangte sexualisierte Gewalt in der Filmindustrie im Zuge der#MeToo-Bewegung weltweite Aufmerksamkeit, als Betroffene öffentlich über sexuelle Belästigung und Übergriffe durch prominente Persönlichkeiten berichteten. Dies führte nicht nur zur Sichtbarmachung individueller Erfahrungen, sondern löste auch eine kritische Reflexion über zugrunde liegenden Normen und Strukturen aus.
Die feministische Filmwissenschaft weist seit den 1970er Jahren auf einseitige, objektivierende und voyeuristische Darstellungen von Frauen hin, die sich insbesondere in der Inszenierung sexualisierter Gewalt manifestieren. Gleichwohl persistieren entsprechende Darstellungskonventionen im ästhetischen Repertoire filmischerGenres und damit auch in den Produktionsbedingungen. Vor diesem Hintergrund analysiert die vorliegende Arbeit systematisch Inszenierungen sexualisierter Gewalt sowie deren Einbettung in das soziale Kräftefeld des deutschen Förderfilms. Im Zentrum steht die Frage, wie Bedeutungen sexualisierter Gewalt filmisch und diskursiv hervorgebracht und stabilisiert werden. Dabei wird aufgezeigt, wie sich strukturelle Ungleichheiten der deutschen Filmförderpraxis in Produktionskontexte einschreiben und in filmischen Darstellungen fortwirken. Zur analytischen Fassung dieser Zusammenhänge werden die Gewaltkonzepte der kulturellen und strukturellen Gewalt nach Galtung sowie der symbolischen Gewalt nach Bourdieu operationalisiert. Die Filmanalysen werden durch feministische Gewalt- und Filmtheorien kontextualisiert. Als Fallstudien werden drei Filme hinsichtlich unterschiedlicher Aspekte analysiert: Das Experiment (DE 2001, R: Oliver Hirschbiegel) im Hinblick auf Dramaturgie, Der freie Wille (DE 2006, R: Matthias Glasner) bezüglich Figurenentwicklung sowie Lore (AUS/DE/GB2012, R: Cate Shortland) in Bezug auf Genrekonventionen.
Die zentralen Forschungsfragen lauten: Wie werden Inszenierungen sexualisierter Gewalt im Film funktionalisiert? Inwiefern können diese Inszenierungen als eine Form kultureller Gewalt verstanden werden?« (Source: Publikationsserver (OPUS) der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF)

Note: Revised version of the master thesis: „Über symbolische, strukturelle und kulturelle Gewalt. Inszenierungen sexualisierter Gewalt im geförderten deutschen Spielfilm im Kontext feministischer Gewaltdiskussion“, Filmuniversität Babelsberg, 2024.

Reviews: -

Wikipedia: History of Europe: History of Germany | Film: German films / Das Experiment, The Free Will, Lore (2012 film) | Sex and the law: Sexual violence